Detaillierte Ausführungen und Erklärungen zum Modell der ICF

Körperfunktionen beschreiben die physiologische oder psychologische Dimension des Körpers. Körperstrukturen sind die anatomischen Teile des Körpers wie Organe, Extremitäten und ihre Teile. In der ICF wird die Abweichung vom Normalen einer Körperstruktur oder einer Körperfunktion beschrieben, wie z.B. „das gebrochene Handgelenk des rechten Armes“.

Aktivität ist die Ausführung einer Aufgabe. In der ICF geht man von der gesunden Integrität der handelnden Person aus. Eine Aktivität kann in Art, Dauer und Qualität gestört sein. Beschrieben werden in der ICF die Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z.B. „das Unvermögen zu schreiben“ (als Folge des gebrochenen Handgelenkes der rechten Hand).

Partizipation ist der Einbezug der betroffenen Person in die vielfältigen Lebensbereiche in Bezug auf Körperfunktionen, Aktivität, gesundheitliche Situation und Kontextfaktoren. Beschrieben wird z.B. „das Abbrechen des Briefkontaktes zu Angehörigen auf Grund der oben erwähnten Einschränkung an Aktivität“. Es wird also von der sozialen Ebene aus betrachtet. Auf dieser Ebene geht es auch um die Krankheitsbewältigung und um die Reaktion der Gesellschaft auf Krankheit und Behinderung.

Kontextfaktoren stellen den gesamten Lebenshintergrund eines Menschen dar. Sie werden unterteilt in:
  • Umweltfaktoren: Die umweltbedingten Faktoren bestehen aus der physischen, sozialen und kulturellen Umgebung, in welcher Menschen leben. Sie beinhalten u.a. die Wohnsituation, soziale Kontakte, Topographie, Arbeitsplatz, Technologien, Transportmittel, politisches System, Wertvorstellungen usw.

  • Personenbezogene Faktoren: Die persönlichen Faktoren beinhalten Gesundheitszustand, Alter, Geschlecht, Rasse, Erziehung, Ausbildung, Fertigkeiten, Interessen, Lebensstil, Erfahrungen, Verhaltensmuster, Bewältigungsstrategien usw.
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